Im Frühling wenn die Natur erwacht, sind sie zurück: Zecken. Die kleinen Spinnentiere können ernsthafte Krankheiten übertragen – allen voran Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). In Deutschland trägt etwa jede fünfte Zecke Borrelien-Bakterien.

Zecke richtig entfernen – so geht es

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Ruhe bewahren: Die Übertragung von Borrelien findet meist erst nach 12–24 Stunden Saugzeit statt. Schnelle Entfernung reduziert das Risiko deutlich.
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Mit Zeckenzange, Zeckenkarte oder feiner Pinzette so nah wie möglich an der Haut ansetzen.
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Gerade herausziehen – nicht drehen, nicht hin- und herbewegen, nicht quetschen.
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Einstichstelle mit Hautdesinfektionsmittel reinigen.
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Datum notieren und Einstichstelle über mehrere Wochen beobachten.
❌ Niemals Öl, Kleber, Nagellack oder Alkohol!

Diese Mittel stressen die Zecke – sie gibt dann vermehrt Speichel (und damit Erreger) in die Wunde ab. Zecke immer mechanisch entfernen – nie chemisch behandeln!

Borreliose – Symptome erkennen

Die typische Wanderröte (Erythema migrans) erscheint oft erst 3–30 Tage nach dem Stich:

💡 Gute Nachricht: Borreliose ist gut behandelbar

Mit Antibiotika ist Borreliose in frühen Stadien sehr gut heilbar. Je früher erkannt, desto besser. Beim kleinsten Verdacht zum Arzt – nicht abwarten!

FSME – die zweite Zeckengefahr

FSME wird durch ein Virus übertragen – eine Übertragung ist bereits mit dem ersten Stich möglich (anders als bei Borreliose). Symptome ähneln zunächst einer Grippe, können aber zu Hirnentzündung führen. Gegen FSME gibt es eine wirksame Schutzimpfung – besonders empfohlen für Personen in Risikogebieten.

Wann zum Arzt?

Arztbesuch wenn – nicht warten!
  • Wanderröte erscheint (auch Wochen nach dem Stich)
  • Grippeähnliche Symptome nach einem Zeckenstich
  • Zecke konnte nicht vollständig entfernt werden
  • Du in einem FSME-Risikogebiet warst
  • Gelenkschwellungen oder neurologische Beschwerden auftreten

Schutzmaßnahmen – Zeckenstiche verhindern