Stromunfälle sind lebensgefährlich und erfordern sofortiges, aber besonnenes Handeln. Die goldene Regel: Trenne die Stromquelle bevor du die Person berührst. Wer ohne Schutz in eine Stromquelle fasst, wird selbst zum Opfer.
Was passiert beim Stromunfall im Körper?
Elektrischer Strom durchfließt den Körper auf dem Weg zur Erde und kann dabei mehrere Organe gleichzeitig schädigen. Je nach Stromstärke, Spannung und Dauer des Kontakts entstehen:
- Verbrennungen an den Eintritts- und Austrittsstellen des Stroms
- Innere Verbrennungen entlang des Stromwegs – von außen nicht sichtbar!
- Herzrhythmusstörungen bis zum Herzstillstand (schon ab 100 mA möglich)
- Muskelkrämpfe – die Person kann die Stromquelle oft nicht loslassen
- Bewusstlosigkeit und Atemstillstand
Erste Hilfe bei Stromunfall – Schritt für Schritt
Bei Hochspannungsunfällen (Bahnstrom, Freileitungen, Transformatoren): Mindestabstand 10 Meter halten! Strom kann überspringen. Nur Fachpersonal darf die Anlage spannungsfrei schalten. Sofort 112 rufen und Bereich weiträumig absperren.
Verbrennungen durch Strom versorgen
Elektrische Verbrennungen sehen oft klein aus – die Schäden im Körperinnern können aber massiv sein. Verbrennungsstellen steril abdecken, kühlen (lauwarmes Wasser, max. 10 Minuten) und immer ärztlich untersuchen lassen.
Auch bei scheinbar leichten Stromunfällen immer zum Arzt – Herzrhythmusstörungen und innere Verbrennungen können noch Stunden später auftreten und lebensbedrohlich werden.
Prävention – so vermeidest du Stromunfälle
- Defekte Kabel, Stecker und Geräte sofort austauschen lassen
- Steckdosen mit Kindersicherung versehen
- Elektrische Geräte nie in der Nähe von Wasser betreiben
- Elektrische Arbeiten nur von Fachpersonal durchführen lassen
- FI-Schutzschalter (RCD) im Sicherungskasten – lebensrettend bei Stromunfall