Atemnot kann viele Ursachen haben – und ist immer beängstigend. Beim Asthmaanfall verkrampfen sich die Atemwege: Die betroffene Person bekommt Luft hinein, aber kaum noch heraus. Schnelles Erkennen und richtiges Handeln können Leben retten.

Asthmaanfall erkennen – diese Zeichen sind wichtig

Ein Asthmaanfall kann sich langsam ankündigen oder plötzlich auftreten. Die typischen Erkennungszeichen:

Erste Hilfe beim Asthmaanfall – Schritt für Schritt

1
Aufrecht hinsetzen lassen – die Atemhilfsmuskulatur kann so besser arbeiten. Person niemals hinlegen.
2
Kleidung lockern – enge Kragen, Krawatte oder Jacken öffnen um die Atmung zu erleichtern.
3
Asthma-Spray anwenden wenn vorhanden: Person selbst nehmen lassen, 2 Hübe, tief und langsam einatmen, 10 Sekunden Luft anhalten.
4
Beruhigen – Panik und Stress verstärken den Anfall erheblich. Ruhige Stimme, Blickkontakt halten.
5
Atemhilfsstellung: Kutschersitz (auf einem Stuhl sitzen, Arme auf Oberschenkeln aufstützen) oder Torwartstellung (Hände auf Knie gestützt).
🚨 Notruf 112 sofort wählen wenn:
  • Kein Asthma-Spray vorhanden ist
  • Das Spray nach 10 Minuten keine Wirkung zeigt
  • Lippen oder Fingernägel blau werden (Zyanose)
  • Die Person nicht mehr sprechen kann
  • Bewusstlosigkeit droht oder eintritt
Im Zweifel: lieber einmal zu viel rufen als zu wenig.

Atemnot – andere mögliche Ursachen

Nicht jede Atemnot ist Asthma. Es ist wichtig, weitere Ursachen zu kennen:

Hyperventilation – der Sonderfall

Bei Hyperventilation atmet die Person zu schnell – meist durch Angst oder Panik ausgelöst. Der Körper verliert zu viel CO₂. Symptome: Kribbeln in Händen und Lippen, Schwindel, Taubheitsgefühl, manchmal Muskelkrämpfe.

💡 Hilfe bei Hyperventilation

Person beruhigen, bewusst langsam atmen lassen. Klassische Methode: in eine Tüte atmen (CO₂-Rückatmung). Wichtig: Zuerst sicherstellen dass kein echter Notfall (Herzinfarkt, Lungenembolie) vorliegt!

Prävention – Asthmaanfälle vermeiden